Die Schloss Geschichte
Bewegte Vergangenheit
Seit 1498 prägt die Luxburg das Ufer von Egnach. In mehr als fünf Jahrhunderten wechselte das Schloss 34-mal den Besitzer und spiegelte dabei politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen der Region. Eine vielschichtige Schlossgeschichte.
Historische Aufarbeitung
Die historische Aufarbeitung basiert auf den Recherchen von Dorfhistoriker Rolf Blust, der sein Wissen dem Projekt zur Verfügung gestellt hat.
Herzlichen Dank! Wer tiefer in die Geschichte der Luxburg eintauchen möchte, findet zahlreiche weitere Hintergründe im Buch zur Schlossgeschichte von Rolf Blust, das weiterhin erhältlich ist.
590 – 1200
Das Bistum Konstanz und das Kloster St.Gallen ringen um die Ländereien. Auf der Insel Nider Stad steht um 1200 nur eine Burgruine.
1300 – 1586
1490 erwirbt der Leinwandmillionär Oswald Kröll das Inselchen und erbaut darauf um 1498 das Schloss Luxburg als Sommerresidenz.
1596 – 1689
Die katholische Familie des Junkers von Hallwil erwirbt das Schloss, um in der Nähe des Bischofs von Konstanz zu leben.
1690 – 1753
Die nächste Dynastie, die Familie von Westernach, renoviert die Gebäude. Das Schloss steht immer noch auf einer Insel mit Zugang durch eine Brücke auf der Westseite. Einige Jahre sind auch acht Egnacher Bauern die Besitzer der Luxburg.
1761 – 1790
Nicht der Graf von Luxemburg sondern der spätere Graf von Luxburg betritt das Geschehen. Der St. Galler Färber Johannes Girtanner braucht ein Schlossgut, um in den Adelsstand erhoben zu werden.
1793 – 1865
Zahlreiche Besitzer geben sich innert weniger Jahre die Klinke in die Hand. Der gesamte Gutsbetrieb umfasst immer noch stattliche 3600 Aren. Es gibt sogar Pläne, aus der Luxburg ein Sanatorium mit Mineralquelle zu machen.
1867 – 1910
Das Gebiet der Luxburg wird erheblich kleiner. Rechtanwalt Curti veräussert Stück um Stück und am Ende bleibt nur noch 1/10 des Gebiets zurück.
1912 – 1928
Ein Schriftsteller, ein Kunstmaler und danach ein Münchner Ingenieur leben im Schloss. Gegen den See entsteht eine Schilfinsel, und davor wird ein neuer Hafen gebaut.
1929 – 1950
Es soll eine schöne Pension für gutbetuchte Ruhesuchende werden. Doch die Kriegswirren machen der Besitzerfamilie Dostler einen Strich durch die Rechnung. Einige Jahre sind Soldaten zum Schutz der Grenze die einzigen Bewohner und später renoviert ein Möbelfabrikant aus Amriswil die Innenräume.
1955 – 1970
Kahlschlag im Hohen Haus für ein geplantes Atominstitut, das dann wegen Bankrotts des Herrn Meili nicht in Betrieb geht. Kahlschlag auch beim restlichen Land – aus 300 bleiben 100 Aren.
1971 – 2018
Sammeln ist die grosse Leidenschaft von Herrn Stefanini, ob Schlösser und andere Immobilien, Kunstgegenstände und Militärsachen. Aber verkaufen will er nichts.